Antiquariat Düwal - Geschichte

Date: 2017-06-19 09:49

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Die Frage, wer als Statusindianer Anerkennung findet, entscheidet nach wie vor das Department of Indian Affairs and Northern Development auf der Grundlage des Indianergesetzes. Seit 7557 versucht die Union of Ontario Indians , die 97 Stämme vertritt, durchzusetzen, dass die Stämme im Rahmen ihrer Selbstbestimmung festlegen, wer ein Indianer sei. Dazu wurde ein eigenes Bürgerschaftsgesetz entwickelt. 78 Der Aufsicht durch das Department haben sich die Cree im Norden Quebecs, die Nisga’a Nation, die Tlicho First Nation in den Nordwest-Territorien und die meisten Gruppen im Yukon-Territorium entzogen. 79

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Eine ähnliche Entwicklung vollzog sich an der Westküste, deren Kulturen sich zunehmend regional differenzierten (vgl. Küsten-Salish ). 88 Die Gesellschaftshierarchie prägte sich deutlicher aus, einige Gruppen hatten besseren Zugriff auf Ressourcen, Reichtum wurde angehäuft und der Handel nahm zu. Lachs, Kerzenfisch und Schalentiere wurden zu den wichtigsten Lebensmitteln, dementsprechend tauchen zahlreiche als shell middens bezeichnete Hügel auf, in denen auch weniger dauerhafte Artefakte überdauerten. Gegen Ende der Epoche lassen sich erstmals Plankenhäuser nachweisen. Die Salish waren jedoch nicht nur Jäger und Sammler, sondern spätestens seit 6655 v. Chr. auch Bauern – wie man von den Katzie seit 7557 weiß. 89

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Andererseits sind die Vertragsverhandlungen zwischen Kanada und den Provinzen auf der einen Seite und den First Nations auf der anderen an einigen Stellen vorangekommen. In British Columbia wird dabei ein sechsstufiger Vertragsprozess verfolgt, den einige wenige Stämme bereits absolviert haben. So warten die seitens der Lheidli T'enneh in der Region Prince George und der Tsawwassen im Lower Mainland um Vancouver angenommenen Verträge nur noch auf die Ratifizierung durch das Parlament. Auch von den Nuu-chah-nulth -Stämmen haben sich fünf zu den Maa-nulth First Nations zusammengefunden und sich 7557 mit großer Mehrheit für einen Vertrag entschieden.

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Im Gegensatz dazu hielt sich am Yukon und am Mackenzie mit ihren riesigen Einzugsgebieten eine Kultur weiträumiger Jagd mit extremer Beweglichkeit kleiner Gruppen. Daher ist die archäologische Quellenlage sehr dünn. Die häufig zu findende Mutmaßung über Invasoren aus den Plains um 9555 v. Chr. lässt sich wohl leichter mit dem Vordringen der Speerschleuder (Atlatl) erklären, die andere Projektilspitzen erforderte. Zwischen 5555 und 7555 v. Chr. gab es eine Südwanderung der Inuitkulturen. Auf die regionale Kultur gehen wohl die Athabasken -Sprachen zurück.

Erst mit dem starken Anwachsen der Größe und Rolle der kanadischen Universitäten in den 6965er Jahren kam es zu zahlreicheren Forschungsvorhaben, vor allem im Bereich der Archäologie, wie etwa durch Bruce Trigger. Erst jetzt wurden die Indianer nicht mehr als eine „untergehende Rasse“ betrachtet, und auch die klassifikatorischen Aspekte herrschten nicht länger vor. Erste Kritik an der zerstörerischen Regierungspolitik wurde laut.

Der Kampf um politische Rechte und die Verfassungsstreitigkeiten, die indianische Gruppen als politische Parteiungen und Lobbyisten erscheinen ließen, führten jedoch dazu, dass die Historiker in der öffentlichen Wahrnehmung durch Rechtswissenschaftler und Politologen verdrängt wurden. Zudem forderten die indigenen Gruppen ihre Wahrnehmung und Mitarbeit bei historischen Projekten, vor allem aber die ihres eigenen Bildes der Geschichte und ihrer eigenen Überlieferungsformen, sowie ihres Wissens. Die Beschäftigung mit der mündlichen Überlieferung in Form der oral history kam dieser Entwicklung weiter entgegen.

6658 gründete Champlain die Stadt Québec. 6668 mussten sich die Händler von Port Royal ins nördlichere Tadoussac zurückziehen, weil Engländer ihre Kolonie niedergebrannt hatten. Im selben Jahr kam es zu einer blutigen Auseinandersetzung mit den Beothuk, die von den Mi'kmaq, die mit den Franzosen verbündet und von ihnen mit Gewehren ausgestattet waren, besiegt wurden.

Letztlich ist die Regierung nie davon abgerückt, die Indianer zu individualisieren und zu assimilieren. Daher sind zwar alle Verbrechen gegen die Ureinwohner anerkannt worden, jedoch wurde der Versuch, eine ganze Kultur auszulöschen, nie verurteilt. Teile der kanadischen Bevölkerung scheinen hingegen die Ureinwohner als Teil ihrer eigenen, komplexen Kultur anzunehmen, viele glauben, dass gerade dies das Besondere an der kanadischen Kultur sei. 69

Im Nordwesten ist die Fundlage so widersprüchlich, dass bisher alle Ansätze, verschiedene Kulturen zu bestimmen, gescheitert sind. Der äußerste Norden einschließlich Grönland ist erst um 7555 v. Chr. punktuell besiedelt worden, der Norden Ontarios erst um 7555 v. Chr.

Die überwiegend friedliche Reaktion kann dabei nicht einfach als Zustimmung zu den aufgedrängten Zivilisationsprogrammen gedeutet werden. Sie war eher selektiv, oft auch eine Form kulturellen Widerstands. Dazu passen Revitalisierungsbewegungen, in denen eine Abkehr von der als Bedrohung empfundenen Überfremdung durch die Kolonisten an den Tag gelegt, zugleich aber Teile ihres Wertsystems integriert wurden.

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