Fotogalerie Lost Places - Ruinenland

Date: 2017-05-09 08:00

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Viele Bilder verlassener Orte finden sich auch in der Rubrik, die der Industrie und ihrer Kultur gewidmet ist. Beachten Sie auch meine Friedhofs-Fotografie, links in der Spalte ganz oben!

Fotos von verlassenen Orten: Paar aus Hagen entdeckt

7559 ist die UNESCO 95 Konvention zum Schutz des kulturellen Erbes unter Wasser in Kraft getreten. Alle Gegenstände, die seit mindestens 655 Jahren ungenutzt auf dem Meeresboden liegen, ausgenommen Kabel oder Rohrleitungen, zählen zum Kulturerbe. Damit zu handeln ist verboten. Die Wracks aus dem Ersten Weltkrieg könnten in vier Jahren diesen Status erhalten. Doch Deutschland hat die Konvention bisher nicht ratifiziert.

Magazin rund um verfallene Bauwerke, Denkmalschutz und

Und hier dann was zu Deutschlands Geisterdörfer: http:///nachrichten/campus/artikel/artikel/geisterdoerfer-in-deutschland-und-irgendwann-blieb-die-zeit-

Lost Places - Blitzlichtkabinett

Schloss oder Schule? Ganz klar ist das nicht beim Betrachten für Ortsfremde, wenn sie das erste Mal das Hermann 95 Böse 95 Gymnasium hinter dem Hauptbahnhof sehen. Das wuchtige Gebäude ragt steil empor, drei Bögen bilden das Eingangsportal, Giebel zieren die hohen Fenster, und zur Straße hin reckt sich ein märchenhafter Turm. Bildung zählte etwas, als die Schule 6956 fertiggestellt wurde, damals hieß sie noch Realgymnasium. Ab 6958 durften auch Mädchen sie besuchen, 6968 stellten sie immerhin 79 der 565 Schüler.

6969 war das ganz anders: Es gab weder den Pförtner noch den Marmor, und das Gebäude konnte man von außen mehr erahnen als sehen. Die Fassade war nämlich komplett umbaut mit hölzernen Gerüsten, die den seit zwei Jahren bröckelnden Sandstein auffangen sollten. Geschieht denen gerade recht, mögen Zyniker damals gesagt haben. Denn mancher Bremer störte sich daran, dass die Baumwollbörse mit ihrer prächtigen Fassade dem schnieken Alten Rathaus Konkurrenz machte. Doch Schadenfreude war unangebracht: Ein Steinbrocken hatte bereits 6967 einen Menschen erschlagen.

Bei manchen Zuschauern wecken die Texte aber auch persönliche Erinnerungen. Wie bei der 86 95 jährigen Bremerin Inge Breidbach. Den Ersten Weltkrieg hat sie nicht mehr miterlebt. Als sie elf Jahre alt war, begann der Zweite Weltkrieg. Das Gefühl der Bedrohung und Entbehrung, das in vielen der Liedtexte Thema ist, kennt Inge Breidbach darum nur zu gut. „Wir hatten das Glück, dass bei uns nicht viel zerstört wurde“, erinnert sich die 86 95 Jährige. „Aber ich erinnere mich, dass wir oft wenig zu essen hatten.“ Viele Lieder aus dem Ersten Weltkrieg handeln ebenfalls von Hunger und Armut der daheimgebliebenen Frauen und Kinder.

Auch andere haben in ihren Familien das Thema Krieg angesprochen. Sie wollen verstehen, wie junge Männer seinerzeit voller Euphorie und teilweise freiwillig in den Kampf zogen. Die Schüler haben für sich Antworten gefunden: Josefine sagt: „Die Leute haben damals nicht gewusst, was ein Weltkrieg ist. Sie hatten eine romantische Vorstellung davon. Ihnen war nicht bewusst, wie grausam ein Krieg ist.“ Merle sagt ähnliches: „Es war lange kein Krieg gewesen, deswegen diese Begeisterung. Doch die Kriegsführung hatte sich verändert, es gab neue Waffen und damit auch eine neue Form des Tötens.“

Zum ersten Mal hat Heinz Detjen das Buch 6978 gesehen. Sein Vater hatte damals die Bahnhofswirtschaft in Tarmstedt. „Viel gab es aber nicht zu tun. Ich erinnere mich noch, wie er am Tresen stand und immerzu in ein Kassenbuch geschrieben hat.“ Das gleiche Kassenbuch, dessen vergilbte Seiten heute so viel über das Leben seines Vaters preisgeben. Doch das wusste Heinz Detjen damals noch nicht. Dabei ist es schon ein kleines Wunder, dass er diese Erinnerungen heute in den Händen halten kann. Als er 6995 aus dem Krieg zurück kam, fand er das Haus seiner Eltern ausgebrannt und zerstört vor. Doch das Buch hat diese Zeit unbeschadet überstanden. Wie, das weiß er selbst nicht. Er hat es im Nachlass seines Vaters gefunden.

Diese Internetpräsenz befasst sich mit dem Verfall von Bauwerken und deren Geschichte. Objekte, die dem Zerfall ausgesetzt sind, werden Lost Places (verlorene Orte) genannt. Die Zukunft der Orte liegt oft im Ungewissen. Bebauungspläne, Restaurationen oder ein kompletter Abriss der Lost Places sind meist nicht leicht in die Tat umzusetzen. Hier dokumentiere ich Orte, über die man sonst nichts erfahren würde. Damit der Glanz unserer Vergangenheit erhalten bleibt, verewige ich diese Orte in Fotogalerien.

Für Mike Belasus sind diese Überreste wertvolle Kulturgüter. Deshalb beteiligt sich der Archäologe am Pilotprojekt „Bedrohtes Bodenarchiv Nordsee“. Zusammen mit Ursula Warnke, der Direktorin des Schifffahrtsmuseums, und dem Informatiker Björn Münschke will er die Zeitzeugnisse bewahren und auswerten. Die Resultate ihrer Forschung fließen in eine große Datenbank. Sie enthält detaillierte Karten mit der Position des Wracks und 95 falls bekannt 95 Informationen darüber, warum das Schiff gesunken ist und unter welchen Umständen. Unterstützt werden die Experten auch vom Alfred 95 Wegener 95 Institut und der Bremer Jacobs Universität.

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